Background Image
Previous Page  8 / 148 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 8 / 148 Next Page
Page Background

6

Ausgabe 2/14

S&G Hand-Express

„Transatlantische Freihandelszone“ –

die große Unterwerfung?

lo.

Das Projekt „Transatlantic

Trade and Investment Partner-

ship“ (TTIP

)

, das einer trans-

atlantischen Freihandelszone

entspricht (Transatlantic Free

Trade Area, Tafta), kommt

einem Staatsstreich in Zeitlu-

pe gleich, indem die Privile-

gien von Konzernen und In-

vestoren unumkehrbar zuge-

sichert und ausgeweitet wer-

den sollen. Die hinter ver-

schlossenen Türen geführten

Gespräche haben zum Ziel,

alle nationalen Regelungen

abzuschaffen, die den Wert

von Investitionen minimieren.

So könnte z.B. Deutschland

verklagt werden, wenn es ei-

nen Mindestlohn einführt und

dadurch erwartete künftige

Gewinne eines Unternehmens

schmälert, sodass Entschädi-

gungszahlungen fällig wür-

den. Sowohl der Schutz vor

chlor- und hormonbehandel-

tem Fleisch wie auch vor

GM-Food* fiele damit weg.

Denn: So wie es dann z.B.

keine Schutzzölle mehr gäbe,

so würde es auch keine Be-

schränkungen des Angebotes

innerhalb der Freihandelszo-

ne mehr geben, d.h. alle Wa-

ren könnten überall angebo-

ten werden – auch gentech-

nisch veränderte Lebensmit-

tel. Nationale Gesetze, die ris-

kante Finanzdienstleistungen

einschränken würden, könn-

ten mit Hilfe einer Klage auf-

gehoben werden. Die leitende

Schiedsstelle wäre mit Juris-

ten aus dem Privatsektor be-

setzt und unter Aufsicht der

Weltbank und der UNO ge-

stellt. Deren Pläne einer Ein-

weltregierung und Auflösung

der Nationalstaaten werden

immer offensichtlicher.

Deswegen dürfen wir uns

dieses Trojanische Pferd

„Transatlantische Freihandels-

zone“ nicht hereinholen!

[4]

„Niemand schafft größeres Unrecht als der,

der es in Form des Rechts begeht.“

Platon

Auflösung der Elternrechte durch den Staat

sep.

Das Bundesverwaltungs-

gericht (BVerwG) entschied

am 11. September 2013:

„Mit ihr (der Schulpflicht)

haben die Eltern hinzuneh-

men, dass der Staat als Bil-

dungs- und Erziehungsträger

im Umfang des schulischen

Wirkungsfeldes an ihre Stel-

le tritt, womit ihre Möglich-

keit, unmittelbar in eigener

Person pädagogisch auf ihr

Kind einzuwirken, auf den

außerschulischen Bereich be-

schränkt wird.“

Mit diesem Entscheid wird

auch das Grundrecht in Art.

6 Abs. 2 beschränkt, welches

besagt, dass die Pflege und

Erziehung der Kinder natür-

liches Recht der Eltern ist.

Doch rundum greift das

BVerwG in das elterliche Er-

ziehungsrecht ein, das da

lautet: „ [...] es ist Sache der

Eltern, ihren Kindern dieje-

nige Überzeugung in Glau-

bens- und Weltanschauungs-

fragen zu vermitteln, die sie

für richtig halten. Dem ent-

spricht das Recht, sie von

Glaubensüberzeugungen fern-

zuhalten, die den Eltern als

falsch und schädlich erschei-

nen.“

In einer Zeit der immer frühe-

ren Einschulungen (in Berlin

besteht z.B. die Schulpflicht

ab fünf Jahren) und der stei-

genden Tendenz zu Ganz-

tagsschulen stellt sich die

dringende Frage:

Wann bleibt den Eltern dann

noch Zeit, ihren Kindern die

eigenen Werte weiterzuge-

ben?

[3]

Eine Hymne an das Leben

fe.

„Schon vor der Geburt kön-

nen Babys fühlen, träumen und

küssen.“ Forscher haben Föten

beobachtet und festgestellt, dass

ihre Sinneswahrnehmungen be-

reits ab der dritten Woche nach

der Empfängnis ausgebildet wer-

den. Der Tastsinn z.B. ist ab der

achten Woche aktiv, die Föten

kuscheln an der Plazenta und

nehmen Berührungen von au-

ßen wahr, z.B. die Hand der

Mutter oder des Vaters auf

dem Bauch. Sie können Freude,

Angst undWut empfinden, Zwil-

linge küssen und umarmen sich,

manche rangeln miteinander.

Doch auch das Hören spielt ab

der 17. Woche eine bedeutende

Rolle; das Kind nimmt den

Herzschlag der Mutter wahr,

später auch ihre Stimme, die

sich ihm tief und unverwech-

selbar einprägt. Bereits im Mut-

terleib ereignen sich beinahe

alle potentiellen Möglichkeiten

eines lebensfähigen Menschen.

[6]

juh.

Am 12. Oktober 2013

fand in Melbourne (Austra-

lien) zum fünften Mal ein

„Marsch für die Babys“ statt.

Die ca. 3.000 Teilnehmer der

Kundgebung forderten, dass

das 2008 verabschiedete Ge-

setz wieder außer Kraft tritt,

das jeden Rechtsschutz für

ungeborene Kinder aufhebt.

Ca. 200 gewaltbereite Gegen-

demonstranten störten die Le-

bensschutz-Kundgebung und

versuchten, diese mit verbaler

und körperlicher Gewalt zu

verhindern. Eine junge, mit

Drillingen schwangere Frau

war über die Aggression der

Gegendemonstranten derart

entsetzt, dass sie ihre geplante,

kurz bevorstehende Abtrei-

bung absagte! Wegen dieses

erstaunlichen Ereignisses hat

dieser Marsch somit sein Ziel,

gerade im Angesicht aller

grausigen Absichten, doch er-

reicht. Das Leben ist eben

stärker als der Tod!

[5]

Schlusspunkt ●

„Der Geist,

der unverrückbar

an ein fernes schönes

Ziel glaubt,

vermag die Lebenskraft

sich zu erhalten,

die ihn über den

Alltag hinwegführt.“

Gustav Stresemann

Kind hört mit – ungeboren auf Empfang

„Marsch für die Babys“ rettet Drillinge

„Ja zur Liebe

heißt auch ja zum Leben.“

Erika Frankenfeld

Quellen:

[3]

www.kultur-und-medien-onlin

e.blogspot.de/2013/11/schulunterricht-zu-hause-ev-das.html |

www.katholisches.info/2013/11

/11/bundesverwaltungsgericht-loest-elterliche-grund-und-menschenrechte-auf-der-staat-tritt-an-die-stelle-der-eltern/ |

[ 4] M onatszei- tung

: Le Monde Diplomatique, Nov. 2013:„TAFTA – die große Unterwerfung von Lori Wallach“, S. 1, 16–17. | www.monde-diplomatique.de/pm

/2013/11/08/a0003.text |

[5]

Infoblatt: mammainfo, Nr. 31, Nov./Dez. 2013: „´Marsch für die Babys’ rettet Drillingen das Leben“, S. 4–5 |

[6

]

Ma

gazin des Kölner

Stadtanzeiger vom 7. Januar 2014

*gentechnisch veränderte

Lebensmittel