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Ausgabe 2/13 – Zu Syrien

S&G Hand-Express

me.

Der 27-jährige Ex-Rebell

Youssef Naami erzählt in

einem Interview mit „Russia

Today“ von seinen Aktivitäten

in der FSA (Freien Syrischen

Armee) nahe Hama. Durch

Scheich Ayman Al-Khalid an-

geheuert, begann er für Geld,

um die „Rettung des Vater-

landes“ zu kämpfen. Unter

Einfluss von starken Drogen,

die allen Rebellenkämpfern re-

gelmäßig verabreicht werden,

war er in der Lage, eine Frau

zu vergewaltigen und bei eini-

gen brutalen Morden anwe-

send zu sein. Naami wörtlich:

„Wenn wir auf Operation gin-

gen, bekamen wir verschie-

dene Pillen – uns wurde gesagt

– um die Nerven zu beruhigen,

für den Mut und um nicht

Angst zu haben. Und es

stimmt auch: Schlucken – und

man ist bereit zu gehen und

die ganze Welt zu erschießen.

Jetzt möchte man vergessen.“

Eines Tages wurde er von der

Union der syrischen Jugend

kontaktiert, die ihm anbot aus

dem Netz der Rebellen auszu-

treten. „Allmählich fing ich an,

über das, was mir gesagt wur-

de, nachzudenken. [...] Der

Präsident hat gesagt, dass je-

der, der nicht getötet hat und

keine Terrorakte verübt hat,

im Fall der Reue und der frei-

willigen Abgabe der Waffen

begnadigt werden wird. Wir

haben unsere Waffen abgege-

ben und innerhalb von 24 Stun-

den waren unsere Namen aus

der Fahndungsliste gestrichen.

Heute fühle ich mich wie neu-

geboren. Ich gehe zur Drogen-

therapie“, berichtet Youssef

Naami.

Die mit Drogen und Geld ge-

steuerten Terroristen werden

von unseren westlichen Regie-

rungen als Opposition aner-

kannt, mit der man den Wie-

deraufbau eines durch sie

selbst zerstörten Syriens star-

ten will.

Stoppt mit uns diesen Wahn-

sinn!

Quellen:

http://nocheinparteibuch.wordpress.com/

2012/07/27/interview-mit-einem-

syrischen-ex-rebellen/

www.tagesschau.de/ausland/

syrien2454.html

uw.

Die Türkei hat die Unter-

stützung der NATO an ihrer

Grenze nach Syrien gefordert.

Nach offizieller Verlautbarung

würde die syrische Armee im-

mer wieder auf türkisches

Gebiet schießen. Worüber aber

kaum gesprochen wird, sind

die Provokationen, die von Sei-

ten der Türkei immer wieder

gegenüber Syrien stattfinden.

Diese reichen vom einfachen

Beschuss bis hin zu illegalen

Waffenlieferungen.

Der NATO-Rat in Brüssel hat-

te den Bündnisfall (gegen Sy-

rien) bereits vor einigen Wo-

chen beschlossen und der

Deutsche Bundestag mit über-

wältigender Mehrheit der Ent-

sendung von 350 Soldaten mit

dem neusten Modell des Rake-

tenabwehrsystems Patriot zu-

gestimmt. Aus Fachkreisen ist

aber deutlich zu hören, dass

dieses System nur zum Ab-

fangen von Raketen und Flug-

zeugen geeignet ist, nicht

aber für einfache Artillerie-

Blindgänger, vor denen sich

die Türkei angeblich so fürch-

tet. Es ist doch längst offen-

kundig, dass es hier um völlig

andere Zusammenhänge und

Interessen geht (siehe S&G

Nrn. 27, 30, 33 und 35 von

2012).

Damit ist der Beginn des

Dritten Weltkrieges mit deut-

scher Beteiligung plötzlich

denkbar geworden und in

bedrohliche Nähe gerückt.

Schlusspunkt ●

Argumente dafür,

einen Krieg

anzuzetteln, hatten

die Machgierigen

zu allen Zeiten

stets genug.

Das ist heute

nicht anders.

Doch wer

glaubt ihnen

heute noch?

Du etwa?

Die Redaktion (ef.)

dec.

Der russische Sender Rossi-

ja-24 veröffentlichte Ende De-

zember 2012 einen ca. 43-mi-

nütigen Rückblick auf die 7

Monate Berichterstattung, in

denen das Team von Anastasia

Popowa (Sonderkorresponden-

tin) vor Ort in Syrien war. Der

Film ist insgesamt den Opfern

des Terrors in Syrien gewidmet.

Anastasia Popowa mit Team ha-

ben zahllose Leichen gefilmt,

sowohl auf den Straßen als

auch in den Krankenhäusern.

In einem der Krankenhäuser

sagte ein Pathologe, dass alle,

die bei den Rebellenkämpfern

in Gefangenschaft waren, ohne

Ausnahme misshandelt worden

sind. Der Film zeigt viele Grau-

samkeiten der Rebellenbanden:

öffentliche Hinrichtungen von

Zivilisten, Kindermorde und

andere unvorstellbare Gräuel-

taten! Die Rebellenkämpfer zer-

stören alles, nehmen es auf Vi-

deos auf und behaupten dann,

es sei die Armee gewesen. Die

ganze Welt soll glauben, dass

die syrische Armee solches tut.

Sie nennen sich „Freiheits-

kämpfer“ der „Freien Syrischen

Armee“ und bringen Kinder

um! Wie ist es nur möglich,

dass die gesamte westliche

Berichterstattung kaum etwas

davon erwähnt und sich hinter

das grauenvolle Abschlachten

der Rebellen stellt? Wer den

Film unter dem Label „Pro-

paganda“ abtun möchte, schaue

ihn sich an und mache sich

sein eigenes Bild (nichts für

Kinder und schwache Nerven!).

Wer kann im Angesicht solcher

Ungerechtigkeiten und Gräuel-

taten noch gleichgültig bleiben,

ohne sie hinauszuschreien?

Syrisches Tagebuch: Rückblick auf 7 Monate Berichterstattung

Quellen:

Schweizer Radio DRS,

Deutschlandfunk, B5-aktuell

Kölner Stadtanzeiger vom 7.1.2013

Quelle:

http://apxwn.blogspot.com/

2012/12/syrisches-tagebuch-

ruckblick-auf-7.html

Halbherzige

UN-Resolution

clm.

Am 5. November 2012

hat das Erste Kommitee der

Generalversammlung der Ver-

einten Nationen mit großer

Mehrheit eine Resolution

verabschiedet, in der erhöhte

Vorsichtsmaßnahmen beim

Einsatz von Uranmunition

verlangt werden. Insbeson-

dere geht es darum, nach ent-

sprechenden Einsätzen der

als problematisch angese-

henen Munition, Aufräum-

und Dekontaminationsmaß-

nahmen durchzuführen, Zivi-

listen besser zu schützen und

Langzeitstudien über konta-

minierte Gebiete anzustellen.

Die Resolution stieß auf

erbitterten Widerstand der

drei Mächte, die nachweis-

lich Uranmunition einsetzen

und das auch zugeben: Frank-

reich, Großbritannien und

die USA. Israel hat sich als

vierter NEIN-Sager diesen

Verweigerern in der UNO

wie so oft angeschlossen.

Was treibt diese Staaten

angesichts der verheerenden

Wirkungen solcher Munition

dazu, sich nur schon ge-

gen erhöhte Vorsichtsmass-

nahmen auszusprechen, wo

vielmehr doch ein Verbot

zwingend wäre?

Quelle:

www.ag-friedensforschung.de/

themen/DU-Geschosse/uno.html

Menschliche Tötungsmaschinen durch Drogen

Deutscher Bundestag stimmt dem Einsatz der Bundeswehr im Nahen Osten zu