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Ausgabe 4/13

S&G Hand-Express

Trinkwasser:

Menschenrecht

oder Handelsware?

i

t.

Das Land Mali galt als gelun-

genes Beispiel einer Demo-

kratisierung in Afrika. Doch

dies änderte sich im März 2012,

als der damalige malische

Staatschef Amadou Toumani

Touré vom Militär entmachtet

wurde.* Der Hauptmann der

Streitkräfte von Mali, Amadou

Sanogo, war der Anführer

dieses Militärputsches. Sanogo

nahm zuvor mehrfach an

militärischen Ausbildungspro-

grammen in den USA teil. 2008

wurde er in Arizona nach-

richtendienstlich geschult und

2010 absolvierte er schließlich

eine fünfmonatige Ausbildung

für Bodentruppen-Offiziere in

Georgia. Zuvor absolvierte er

zudem ein Sprachtraining in

Texas.

Auf Druck der westafrika-

nischen Wirtschaftsgemeinschaft

(ECOWAS) wurde kurz nach

dem Putsch wieder eine Über-

gangsregierung eingesetzt. Die

bestehende Militärregierung un-

ter der Führung von Amadou

Sanogo bestimmte die poli-

tischen Nachfolger.

Interessant in diesem Zusam-

menhang ist, dass die Putschis-

ten nach der Machtübernahme

die für den 29.4.2012 ange-

setzte Präsidentschaftswahl ab-

sagten. Wenn die USA und ihre

Verbündeten bei den diversen

Kriegstreibereien in den ande-

ren afrikanischen Staaten stets

betonen, stabile Demokratien

in diesen Ländern zum Wohle

der Bevölkerung aufrichten zu

wollen, dann geschieht in Mali

zumindest gegenwärtig das

pure Gegenteil. Die Putschisten,

die den regierenden Präsi-

denten abgesetzt haben und

sich „Wiederherstellung der De-

mokratie und des Staates“ (kurz

CNRDRE) nennen, werden zu-

dem von Frankreich unterstützt.

Von diesem Blickwinkel aus

betrachtet bekommt die Situati-

on in Mali plötzlich ein ganz

anderes Bild. Parallele zu Sy-

rien: Auch dort schließt Frank-

reich einen Militäreinsatz zur

Unterstützung der „Freien Sy-

rischen Armee“ gegen die be-

stehende Regierung Assads

nicht mehr aus. In Mali und

Umgebung liegt sehr viel poten-

tielles Uran für Frankreichs

hungrige Atomkraftwerke und

viele interessante Öl-, Gold-

und Gasvorkommen für die

finanziell ausgeblutete und

energiehungrige USA.

Wer sieht den roten Faden?

* Die MNLA (Nationale Bewegung

für die Befreiung des Azawad) nutzte

diese Situation und eroberte in den

Tagen darauf bis Anfang April alle

Städte im Norden Malis.

Schlusspunkt ●

„Der Krieg gegen den

Terror besitzt die ideale

Eigenschaft, nicht

gewonnen werden zu

können und daher nie

beendet werden zu

müssen.“

Peter Sloterdijk

deutscher Philosoph,

Autor, Kulturwissenschaftler

Rentengelder wurden via

Schuldenschnitt über Nacht

beinahe halbiert. Sie wurden

ganz legal enteignet. Dieser

Schuldenschnitt, ursprünglich

nur als Notoperation gedacht,

wird künftig in allen neuen

EU-Staatsanleihen zur Norm,

selbstverständlich gekoppelt

an den Ausschluss des Rechts-

wegs und im Kleingedruckten

mit weitreichendem Verzicht

auf jegliche Entschädigung.

Wer riecht hier nicht schon von

weitem nächste geplante Zah-

lungsausfälle und die rück-

sichtslose Enteignung der eige-

nen Bürger?

k

w.

Führende europäische Po-

litiker wie José Manuel Barro-

so, Herman Van Rompuy oder

auch Finanzminister Schäuble

ließen zu Beginn dieses Jah-

res über die Massenmedien ver-

künden, dass die Eurokrise offi-

ziell „mit Beginn des neuen

Jahres (2013) unwiderruflich

und endgültig beendet ist.“

Van Rompuy, der Präsident des

Europäischen Rates, sprach so-

gar vom Beginn eines „hundert-

jährigen Friedens“. In Anbe-

tracht der Tatsache, dass sich

die europäischen Wirtschafts-

daten in dramatischer Weise

verschlechtern, sind diese Aus-

sagen an Ignoranz und Arro-

ganz nicht mehr zu übertreffen.

Offensichtlich erfüllt sich hier

das Sprichwort, dass Hochmut

vor dem Fall kommt.

Folgende Fakten über den Zu-

sammenbruch Europas sollte

jeder Bürger kennen:

„Die Verkäufe franzö-

sischer Autos sind im No-

vember im Vergleich zum

Vorjahreszeitraum um 28 %

eingebrochen!

Die Armutsquote in Grie-

chenland liegt bei 36 %! In

2009 lag sie noch bei rund

20 %.

Die Arbeitslosenraten in

Griechenland und Spanien

sind viel höher, als die der

USA während der großen

Depression in den 30er Jah-

ren!

Die Arbeitslosenrate in der

Eurozone ist auf 11,8 %

gestiegen – so hoch wie

noch nie!

Die Arbeitslosenrate in Spa-

nien ist auf atemberau-

bende 26,6 % gestiegen!

Die spanische Arbeitslosen-

quote für Arbeitnehmer un-

ter 25 Jahren liegt aktuell

bei 56,5 % – das ist ein

brandneues Allzeithoch!“

Auch diese schockierenden

Zahlen können nicht ausdrü-

cken, wie schlimm die Lage

vor Ort tatsächlich ist. Viele

Menschen leiden unter starken

Depressionen und sind völlig

verzweifelt.

Die aktuelle Situation in Eu-

ropa kann mit dem Unter-

gang der Titanic verglichen

werden:

Obwohl die verantwortlichen

Kapitäne wissen, dass das

Schiff bereits leckgeschlagen

ist, lassen sie die Musikkapel-

le fröhliche Lieder anstimmen.

Europas Zusammenbruch

oder „Hochmut kommt vor dem Fall!“

Quellen:

www.propagandafront.de/1152850/

20-fakten-die-man-uber-den-

wirtschaftskollaps-in-Europa-

wissen-sollte.html

www.deutsche-mittelstands-

nachrichten.de/2013/01/49286/

Den Kämpfen in Mali ging ein Putsch voraus

Quellen:

www.hintergrund.de/201301142408/

politik/welt/mali-ein-

doppelboediges-spiel.html

http://de.wikipedia.org/wiki/

Operation_Serval

http://de.wikipedia.org/wiki/

Putsch_in_Mali_2012

Fortsetzung von Seite 1

Quellen:

www.krisenvorsorge.com/privatisieru

ng-der-trinkwasserversorgung-die-eu-

kommission-will-wasser-zur-

handelsware-machen/

www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/

2012/1213/wasser.php5

hf.

Wasser ist Leben, ja ein

Menschenrecht. Gemäss EU-

Kommission soll sich dies aber

ändern, mit drastischen Folgen.

Brüssel fordert erstmals von

Portugal und Griechenland,

dass sie ihre Wasserrechte ver-

kaufen und privatisieren – ein

erster Brückenkopf zur Markt-

öffnung für die Privatisierung

der Wasserversorgung in ganz

Europa. Wasser als Spekulati-

onsobjekt? 82 % der Bevöl-

kerung spricht sich dagegen

aus, weil bekannt ist, dass

unweigerlich Preiserhöhungen

von bis zu 400 % und schlechte

Wasserqualität daraus resultie-

ren.

Trinkwasser: Menschenrecht

oder Spekulationsobjekt? Brüs-

sel hat sich gegen den Willen

der Bevölkerung bereits für

das Milliardengeschäft mit dem

Wasser entschieden. Höchste

Zeit für eine kalte Dusche für

Spekulanten.

Quelle:

http://www.krisenvorsorge.com/aktuell

-cac-enteignung-im-kleingedruckten